Werbung für Immobilienmakler

Werbung für Immobilienmakler

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  • 30. April 2013

Warum gute Werbung für Immobilienmakler Unabhängigkeit bedeutet

Marketing für Immobilienmakler ist eine der schwierigsten Aufgabenfelder im gesamten Immobilienmarketing. Sie muss sich gegen der Erfolg von großen Immobilienportalen behaupten. Dabei muss die Frage erlaubt sein, ob die klassische Werbung für Immobilienmakler – also z.B. Zeitungsanzeigen – überhaupt noch zeitgemäß ist, oder ob das Web das führende Medium mit Alleinherrschaftsanspruch bei der Immobiliensuche geworden ist.

Wie Makler das Bestellerprinzip umgehen

Wir haben analysiert mit welchen Methoden Immobilienmakler das Bestellerprinzip umgehen können

Bestellerprinzip umgehen

werbung für immobilienmaklerMit Immobilienportalen in die Vergleichbarkeit

Das Kernproblem bei der Beurteilung für oder gegen eigene Maklerwerbung besteht in der Vergleichbarkeit, die sich Maklerkunden wünschen. Einerseits geben Immobilienportale dem Kunden die Möglichkeit verschiedene Angebote direkt und unmittelbar miteinander zu vergleichen. Diese Vergleichbarkeit ist durchaus gewünscht, da so bereits vor der Besichtigungsanfrage für oder gegen eine Kontaktaufnahme entschieden werden kann, was komfortabel für einen Interessenten ist. Andererseits verfügen Immobilienmakler bei dieser Form der Vermarktung nicht von Anfang an über die Möglichkeit der Einflussnahme auf den Kunden und gelangen in Schwierigkeiten bei Problemimmobilien, die sich dem direkten Vergleich mit anderen Objekten aussetzen müssen. Das bedeutet, dass ein Immobilienportal für Maklerkunden sehr komfortabel ist, doch für Makler auf der anderen Seite ein notwendiges Übel darstellen.

Warum sich einige Makler selbst in die Abhängigkeit navigieren

Durch die Nutzung von Immobilienportalen navigieren sich Makler selbst in die Abhängigkeitsfalle. Denn Werbung für Immobilienmakler beschränkt sich heute in vielen Fällen auf das bloße Einstellen von Anzeigen in die entsprechenden Portale. Enige Makler merken dabei nicht, dass sie allein durch dieses Vorgehen bereits indirekt Werbung für die entsprechende Plattform machen. Insofern sollten sich Makler die Frage stellen, ob die Ausgaben für die Bewerbung fremder Produkte, nämlich das Portal, sinnvoll ist oder nicht. Zusätzlich werden häufig Webseiten und Immobilienportal miteinander verknüpft, sodass auf der Maklerhomepage lediglich ein Abbild des Angebots des Immobilienportals gezeigt wird.

Wie Kunden nach Immobilien im Internet suchen

Bei Gesprächen mit Maklern haben wir festgestellt, dass viel Unkenntnis darüber herrscht, wie Kunden nach Immobilienangeboten suchen. Eine weit verbreitete Meinung ist, dass sich alle Interessenten lediglich in Zeitungen oder auf Portalen informieren. Die Wahrheit sieht hingegen anders aus. Eine sehr große Zahl von Internetnutzern sucht auch in Suchmaschinen nach Immobilienangeboten. Konkret bedeutet dies, dass Interessenten spezifische Suchanfragen stellen, wie etwa “Zwei Zimmer Wohnung Leipzig”, oder “Eigentumswohnung Berlin”. Nach Eingabe der Suchbegriffe gelangen die ersten fünf bis zehn Ergebnisse in die engere Entscheidungswahl des Suchenden. Die Ergebnisvorschau, die am ehesten eine Antwort auf die Suchanfrage geben könnte, wird anschließend angeklickt.

Welche Alternativen bietet eigene Werbung für Immobilienmakler

Dieses Suchverhalten nach Immobilienangeboten sollten sich Makler bei ihrer Werbung zu Nutze machen. Bei der Produktion von Leads im Internet haben Tests gezeigt, dass abhängig vom Inhalt einer Webseite  (Text, Bild und Design) über 10 % der Webseitenbesucher eine Anfrage zu einer Immobilie absetzen und dabei ihre Kontaktinformationen hinterlassen. Abhängig vom gesamten Suchvolumen nach einem bestimmten Begriff kann dies die Produktion von sehr vielen Kontaktanfragen bedeuten, was die Nutzung von Immobilienportalen fast vollständig überflüssig machen würde.

Beispiel: Monatlich werden etwa 8.000 weitgehende Suchanfragen nach der Phrase “Wohnung mieten Leipzig” in Google abgesetzt. Durch die Nutzung des sog. Keyword Planners von Google lässt sich dieses Volumen relativ genau vorhersagen. Angenommen es gelingt, sich mit der eigenen Maklerhomepage durch gezielte Optimierung auf einer der vordersten Postitionen in den Suchergebnissen zu platzieren, so würde dies bedeuten, dass bis zu 50 % aller Suchanfragen auf der eigenen Webseite landen. Dies entspräche einem Volumen von 4.000 Besuchern pro Monat. Gehen wir nun davon aus, dass 10 % aller Webseitenbesucher eine Anfrage absetzen, ergibt dies ein Kundenpotential von 400 Personen pro Monat. Wohlgemerkt für einen einzigen Suchbegriff. (Beispiel II zum selbst nachrechnen: monatlich werden über 40.000 weitgehende Suchanfragen zur Phrase “Mietwohnung Leipzig” abgesetzt. Wie hoch ist das Kundenpotential?)

Insofern kann eine Chance für Werbung für Immobilienmakler in der eigenen, professionelles Webseite bestehen, wenn sie konsequent auf Konversion, d.h. Leadproduktion ausgerichtet ist. Mit der Konversionsoptimierung der Maklerhomepage, z.B. durch A/B-Tests von Farben und deren Wirkung, lassen sich noch höhere Anfragequoten erzielen.

Anwendungsbereich in Neupositionierung

Makler sollten sich ihre Online-Werbestrategie vor allem dann gut überlegen, wenn sich politische Rahmenbedingungen ändern. Dies ist aktuell der Fall durch die geplanten Änderungen von Mietpreisbremse und Bestellerprinzip. Neue Rahmenbedingungen sorgen für neue Chancen sich als Exptere auf einen bestimmten Gebiet zu positionieren.

gründete 2011 Property Branders. Er studierte Betriebswirtschaftslehre mit Fokus auf Immobilienwirtschaft und befasst sich mit Immobilienmarketing, Werbung und Vertrieb.

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